Funktion des Herzens

Vorhofflimmern Diagramm mit Herzflimmern gezeichnet von Hand
  • Das Herz sorgt für den Blutkreislauf
  • Das Herz besteht aus zwei Seiten (rechts und links)
  • Jede Seite umfasst zwei Hohlräume, Vorhof (Atrium) und Kammer (Ventrikel) genannt

Blutkreislauf durch das Herz

  1. Das Blut strömt aus den Venen in die oberen Vorhöfe (Atrien) und fließt in die unteren Kammern (Ventrikel)
  2. Die Ventrikel pumpen das Blut in die Arterien
  3. Die rechte Herzseite bekommt das Blut aus dem Körper und pumpt es in die Lunge
  4. Die linke Herzseite erhält das sauerstoffangereicherte Blut aus der Lunge und pumpt es in den übrigen Körper
  5. Lungen und linker Vorhof sind über die Pulmonalvenen verbunden die mit dem linken Vorhof verbunden sind
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normaler-herzrythmus

Normaler Herzrhythmus

Der natürliche Schrittmacher des Herzens, der Sinusknoten, bestimmt den regelmäßigen Herzschlag

  1. Der Sinusknoten (SA = sinu-atrialer Knoten) erzeugt den Herzschlag durch elektrische Signale
  2. Elektrische Signale stimulieren die Vorhöfe (Atrien) sich zusammenzuziehen und Blut in die unteren Kammern (Ventrikel) zu pumpen
  3. Der AV (atrioventrikulärer Knoten) sendet die elektrischen Signale weiter an die Ventrikel
  4. Elektrische Signale regen die Ventrikel an, um sich zusammenzuziehen und das Blut in den übrigen Körper zu pumpen

Krankhafter Herzrhythmus / Vorhofflimmern

Diese am häufigsten auftretende Herzrhythmusstörung wird durch eine krankhafte Schrittmacher-Aktivität verursacht die in den Pulmonalvenen entsteht.

  1. Elektrische Signale aus den Pulmonalvenen stören die normale Erregungsausbreitung im Herzen
  2. Diese Pulmonalvenensignale initiieren das Vorhofflimmern
  3. Elektrische Signale verteilen sich als unregelmäßige Erregungswellen, stimulieren die Vorhöfe (Atrien) und lassen sie nur noch flimmern (ziehen sich unregelmäßig und sehr schnell zusammen)
  4. Die Kammern erhalten ebenso abnormale elektrische Reize und können sich sehr schnell zusammenziehen
  5. Atrien und Ventrikel arbeiten unkoordiniert, was einen unregelmäßigen Herzrhythmus erzeugt
  6. Das Blut wird ineffizient gepumpt und es kann zu Blutgerinnseln in den Vorhöfen kommen
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Über die Krankheit

Klinische Bedeutung

Vorhofflimmern tendiert dazu, sich von anfallsartig (gelegentlich kurz und eigenmächtig stoppend) bis hin zu andauernd bis chronisch (langfristig) zu entwickeln. Für Menschen mit Vorhofflimmern besteht ein 5- bis 7-mal größeres Risiko einen Schlaganfall zu erleiden und die Gefahr des Herzversagens ist größer,  sie können aber auch nur leichte Beschwerden auslösen.
 

Anzeichen und Symptome

  • Herz-Stolpern (Herzflimmern oder –rasen)
  • Kurzatmigkeit
  • Schwäche oder Erschöpfung
  • Engegefühl in der Brust, Druckschmerz, Unwohlsein
  • Schwindelgefühl, Ohnmacht, Benommenheit
  • Müdigkeit, Kraftlosigkeit
  • Vewirrtheit
  • Viele Patienten haben keine erkennbaren Krankheitszeichen (haben keine Beschwerden)
Wenn Sie betroffen sind, suchen Sie bitte ärztlichen Rat. Ein Arzt kann Ihren Zustand überprüfen und – falls nötig – eine Behandlung von Vorhofflimmern sicherstellen

Diagnose

Es gibt verschiedene Methoden, dazu gehören ein EKG oder eine Echokardiographie, verschiedene Überwachungsvorrichtungen und Belastungstests, die feststellen können, ob bei Ihnen eine Herzrhythmusstörung vorliegt und ob Sie sich einer Vorhofflimmern Therapie unterziehen sollen.
20000000

2% der Weltbevölkerung in den Industrienationen, davon 20 Millionen Europäer und Amerikaner,
leiden unter Herzrhythmusstörungen.

200%

Es wird erwartet, dass sich die Zahl in den nächsten 50 Jahren verdoppeln wird.
  • Vorhofflimmern

  • Schlaganfallpatienten

Vorhofflimmern liegt bei 5% bis 15% der Schlaganfallpatienten zugrunde.

Zugrundeliegende Faktoren

Vorhofflimmern kann aufgrund einer Herzabnormalität oder eines chronischen Bluthochdrucks auftreten. Häufig wird es mit dem Alter, Übergewicht, Schilddrüsenüberfunktion, Rauchen oder übermäßigen Alkoholkonsum in Verbindung gebracht. Auch die Familienanamnese kann eine genetische Rolle spielen.

Behandlung von Vorhofflimmern – Methoden

Ziele der Vorhofflimmern Therapie sind es, Symptome zu reduzieren und schwerwiegende Nachfolgekrankheiten zu verhindern, die durch Herzrhythmusstörungen hervorgerufen werden können. Diese therapeutischen Ziele werden parallel verfolgt, besonders bei einem erstmaligen Auftreten von Vorhofflimmern. Die Prävention der Vorhofflimmern-bezogenen Komplikationen erfolgt mittels antithrombotischer Therapie, Kontrolle der Herzfrequenz und ggf. einer passenden Therapie der zugrundeliegenden Herzkrankheiten. Diese Therapien können schon einige Symptome mildern. Symptomlinderung erfordert zusätzlich zu einer Kardioversion für die Wiederherstellung des normalen Herzrhythmus (Sinusrhythmus), eine medikamentöse Therapie mit antiarrhytmischen Mitteln oder eine Verödungs-Therapie (=Ablation des Herzens) mittels Katheter (daher auch Katheterablation genannt).

Medikation

Durch den Einsatz von blutverdünnenden Mitteln kann Vorhofflimmern alternativ behandelt werden. Antiarrhytmische Medikamente sollen die Bildung von Thrombosen (Blutgerinnseln) verhindern, das Schlaganfallrisiko reduzieren und einen normalen Herzrhythmus erreichen. Jedoch tragen sie ein hohes Blutungsrisiko.

Kardioversion

Kardioversion bedeutet, dass unter einer leichten Anästhesie ein Elektroschock kontrolliert an Ihr Herz abgegeben wird, um den Herzrhythmus zu normalisieren. Diese Technik erfordert wegen der erhöhten Gefahr von Thrombosembolien (Gerinnsel, die ein Blutgefäß blockieren) gleichzeitig eine antithrombotische Behandlung.

Katheterablation

Eine Katheterablation ist für Patienten, die trotz Medikation an anfallsartigen (gelegentlichen), anormalen Herzrhythmen leiden. Der minimalinvasive Eingriff ist darauf ausgelegt,  die Aktivität des anormalen Schrittmachers zu blockieren. Der Herzkatheter (ein dünner, flexibler Schlauch) wird zunächst durch eine Vene in der Leistengegend in den linken Vorhof und die Lungenvene eingeführt. Dann wird Energie durch den Katheter geleitet, um einen kleinen Bereich des Herzgewebes, der die fehlerhaften Reize verursacht, elektrisch zu veröden. Der funktionsstörende Reiz wird somit ausgeschaltet, das Vorhofflimmern behandelt/beseitigt. Der normale Herzrhythmus ist dann wieder hergestellt. Die erforderliche Energiequelle kann Ultraschall, Wärme (Radiofrequenzablation), Kälte (Cyorablation mit -90 Grad Kälte) oder Laserstrahlen sein. Unserer Meinung nach ist unsere vereinfachte Technik mit Laserlicht die genaueste und beste Ablationsmethode gegen Vorhofflimmern. Lesen Sie hier mehr über unsere aktuelle Therapie gegen Vorhofflimmern.
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